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Ausbildungsdienst Verhalten bei Flächenbränden

Das sichere Verhalten und die effiziente Bekämpfung von Flächenbränden zur Erntezeit stand am 21.8. im Mittelpunkt eines Zusatzdienstes, zu dem Ortsbrandmeister Carsten Kranz die Ortsfeuerwehr Hambühren eingeladen hatte.
Bundesweit kommt es Jahr für Jahr zu 8000-10.000 Einsätzen dieser Art und häufig werden dabei Einsatzkräfte verletzt oder Fahrzeuge beschädigt. Dies zu vermeiden war das wichtige Ziel der Ausbildung. Oberstes Gebot bei solchen Einsätzen ist die Bekämpfung des Brandes, ohne Menschen und Material dabei zu gefährden.
Brände auf Stoppel- oder Getreidefeldern können eine gefährliche Eigendynamik entwickeln, wenn sich zum Beispiel plötzlich die Windrichtung ändert oder das Feuer getrieben durch Wind oder Steigung im Gelände zu schnell für die Einsatzkräfte wird. Nach einer theoretischen Einführung zur einfachen taktischen Wald- und Flächenbrandprognose, welche Dinge wie Wetter, Topographie und die Art der vorhandenen Brennstoffe beinhaltet, wurden noch grundlegende Sicherheitsregeln zum Verhalten im Einsatz erklärt und dann ging es auf in die Praxis.
Auf einem abgeernteten und für diese Ausbildung besonders präparierten Getreidefeld in Hambühren 1 wurden zunächst kleine Brände gelegt, um die Ausbreitung und das Brandverhalten zu beobachten. Danach mussten die Teilnehmer in kleinen Gruppen mit Feuerpatschen, Schaufeln und Spaten ausgestattet die Brandbekämpfung starten und die Flammen durch ersticken und übererden bekämpfen. Schnell waren diese kleinen Lagen unter Kontrolle gebracht. Dann wurden zusätzlich die neu beschafften Rucksackspritzen eingesetzt und es zeigte sich, dass eine Einsatzkraft mit Rucksackspritze so effizient ist wie eine Löschgruppe mit Feuerpatschen, denn Wasser kühlt das Brandgut und minimiert Rückzündungen. Auch größere Flammen konnten mit den Rucksackspritzen schnell niedergeschlagen werden. Auch die Beweglichkeit im Gelände ist erheblich erhöht, da kein Schlauch gezogen werden muss.
Weiterer Inhalt der praktischen Ausbildung war das so genannte "Pump & Roll", bei dem die Brandbekämpfung vom fahrenden Fahrzeug aus geübt wurde. Nachdem die Handhabung der Technik in mehreren "Trockenübungen" geübt war, mussten die Besatzungen der Löschfahrzeuge nun ein größeres Feuer auf dem Feld ablöschen. Dabei kamen ausschließlich die Wasser sparenden und leichten D-Schlauchleitungen zum Einsatz und nach einigen Durchgängen wurde auch diese Technik sicher in der Praxis angewendet. Der Wasserverbrauch war so gering, dass die Tanks der beiden Fahrzeuge am Ende der Übungen noch halb voll waren. Für viele Teilnehmer des Dienstes gab es neue und wertvolle Erkenntnisse und am Ende waren sich alle einig, solche Ausbildungen jedes Jahr durchzuführen, um für diese im ländlichen Raum häufigen Einsätze bestens vorbereitet zu sein.

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